Besprechungen

Belletristik (20 Titel)

* Schami, Rafik: Der beste Zufall der Welt.
Ill. von Annette Swoboda.
München: Hanser, 2026.
52 S., geb., Fr. 24.90.
(978-3-446-28016-8).
Die Geschichte erzählt von drei Mädchen, die aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten stammen und sich eher zufällig begegnen. Trotz ihrer verschiedenen kulturellen Hintergründe Syrien, Ukraine und Deutschland entwickelt sich zwischen ihnen eine enge Freundschaft. Der Zufall ihres Kennenlernens wird dabei zum Ausgangspunkt für eine Geschichte über Vertrauen, Mut und Zusammenhalt. Das Bilderbuch zeigt auf einfühlsame Weise, dass kulturelle Hintergründe nicht trennen, sondern verbinden, wenn man offen aufeinander zugeht. Die Geschichte ist authentisch und nahbar, weil jedes der Mädchen als individuelle Persönlichkeiten dargestellt werden mit ihren Sorgen und Stärken. Ein wichtiges Thema des Buches ist auch das Ankommen in einem neuen Land. Gerade für das Mädchen mit Fluchterfahrung wird deutlich, wie schwierig es sein kann, sich in einer fremden Umgebung zurechtzufinden. Gleichzeitig macht das Buch Mut, denn es zeigt, dass Freundschaft und gegenseitige Unterstützung helfen können, diese Herausforderungen zu meistern. Der Schreibstyl ist klar, lebendig und bildhaft. Das Buch eignet sich sehr gut zum Vorlesen.
K Freundschaft, Mut, Kultur. Ab 6, s.e. yf
* Van de Vendel, Edward: Papa ist ein Eisbär.
Ill. von Saskia Halfmouw.
A. d. Niederländ. von Rolf Erdorf.
Hamburg: Carlsen, 2026.
Unpag., geb., Fr. 18.90.
(978-3-551-55973-9).
Das Buch erzählt eine schöne und auch lustige Geschichte über zwei Geschwister: Mare und ihren kleinen Bruder Danko. Mare liebt ihren Bruder auch wenn er manchmal etwas komisch ist. Danko trägt immer grüne Kleider und weiss vieles über Tiere, was er auch allen Leuten in der Strassenbahn die sie zu Papa fährt, mitteilt. Mare fährt mit Danko zu ihrem Papa. Auf einmal sagt er: Papa ist ein Eisbär! Mare wundert sich sehr. Ihr Papa sieht doch gar nicht wie ein Eisbär aus! Er hat kein weißes Fell und lebt auch nicht im Eis. Doch langsam merkt Mare, dass Danko etwas anderes meint. Er vergleicht ihren Papa mit einem Eisbären, weil er manchmal stark, ruhig oder ein bisschen anders ist. So versucht Danko zu erklären, wie er seinen Papa sieht.

Papa ist ein Eisbär ist ein warmherziges Kinderbuch über Liebe, Familie und Fantasie. Es zeigt, dass Kinder oft kreative Wege finden, um mit schwierigen Situationen umzugehen.
K Familie, Liebe, Fantasie. Ab 6, s.e. yf
* Biermann, Franziska: Herr Fuchs mag Torte!.
Ill. von Franziska Biermann.
Wien: Edition Nilpferd, 2026.
77 S., geb., Fr. 24.90.
(9783707453256).
Herr Fuchs ist Autor, oder er wäre es gerne. Gerade schreibt er an einer Geschichte. Da sieht er am Waldrand eine Torte: Pistazien, lecker! Die Torte ist aber für einen Kindergeburtstag versteckt worden und die Kinder möchten die Torte natürlich ungegessen zurück. Schade, denkt sich Herr Fuchs.
Kurze Zeit später tauchen zwei der Kinder weinend bei Herr Fuchs auf und erzählen ihm, dass iher Eltern und Freunde von einem fliegenden blauen Drachen entfürht wurden. Natürlich bietet Herr Fuchs seine Hilfe an und macht sich zusammen mit den Kindern auf Spurensuche. Gemeinsam erleben sie spannende und lustige Abenteuer auf ihrem Weg zum Drachen.
Das Lesebuch ist grosszügig mit farbigen und zudem lustigen Illustrationen versehen und die Geschichte steckt voller phantasievoller Begegnungen. Ein tolles Buch für alle, die gerne aussergewöhnliche Geschichten hören und lesen.
K Fantasy. Ab 7, s.e. st
* Wichmann, Christian: Eine Oma für alle Fälle.
Ill. von Juli Chistians.
Hamburg: Carlsen, 2026.
85 S., geb., Fr. 24.90.
(978-3-551-55974-6).
Als die flippige, fröhliche und unkonventionelle Frau Koschitz in die oberste Etage des Mehrfamilienhauses zieht, in dem auch der achtjährige, ordentliche Edgar mit seinen Eltern lebt, verändert sich sein Alltag schlagartig. Manchmal bringen ihn aber auch die mutigen und ausgefallenen Ideen der lebensfrohen, älteren Dame ins Grübeln. Doch Edgar lässt sich gerne und ziemlich schnell von der Freude und der Aussicht auf ein neues Abenteuer anstecken und macht mit Frau Koschitz jeden Schabernack mit. Man könnte aber auch sagen, Frau Koschitz macht mit Edgar jeden Schabernack mit.
Die phantstische Geschichte mit sehr viel Humor, Freude, Phantasie, aber auch mit Verantwortung und gegenseitigem Respekt wird in acht Kapiteln erzählt. Die Länge der Kapitel sind ideal zum Vorlesen aber auch zum Selberlesen für Erstleserinnen und - leser.
Die farbigen Illustrationen von Julia Christians veranschaulichen die Komik in den jeweiligen Situationen wunderbar.
K Humor Freundschaft Generationen. Ab 7, s.e. HA
* Gumpert, Steffen: Licht ins Dunkel.
Ill. von Steffen Gumpert.
Hamburg: Carlsen, 2026.
96 S., geb., Fr. 28.90.
(978-3-551-80209-5).
Der Rätselkrimi mit Mystery-Elementen zieht die Leserinnen und Leser von der ersten Seite an in seinen Bann. Im Zentrum steht der Junge Rupert Rumpelstil, dessen Vater vor einigen Jahren spurlos verschwunden ist. Fest entschlossen, das Geheimnis zu lüften, begibt sich Rupert auf eine spannende Spurensuche. Da seine vielbeschäftigte Mutter ihm dabei kaum helfen kann, ist er auf sich allein gestellt doch er besitzt eine besondere Gabe: Er kann Geister sehen. Gemeinsam mit seinem Kater Igor nutzt Rupert diese Fähigkeit, um Hinweise zu sammeln. Dabei stösst er auf zahlreiche knifflige Rätsel, die ihn Schritt für Schritt näher an die Wahrheit führen. Die Auflösung überrascht und offenbart ein düsteres Familiengeheimnis, das hinter dem Verschwinden seines Vaters steckt. Besonders gelungen ist das interaktive Konzept: Auf jeder Doppelseite können Leserinnen und Leser selbst Rätsel lösen, deren Lösungen auf der folgenden Seite präsentiert werden. Dies sorgt nicht nur für zusätzliche Spannung, sondern auch für grossen Mitmachspass. Ein fesselndes, humorvolles und abwechslungsreiches Buch, das durch seine originelle Idee und den hohen Unterhaltungswert überzeugt
J Comic, Spannung, Abenteuer. Ab 8, s.e. yf
* Reider, Katja: Manno Monster & ich.
Ill. von Daniela Kohl.
München: Hanser, 2026.
157 S., geb., Fr. 24.90.
(9783446281479).
Jussi ist ein normaler Junge. Er geht in die Schule, hasst Mathe und muss sich mit einem fiesen Nachbarsjungen herumschlagen. Zudem findet er seine pubertierende Schwester ebenso nervig wie seine Eltern und deren Versuche, ihm beim Mathepauken zu unterstützen.
Als er eines Tages abends sein Licht im Zimmer löscht bekommt er tatsächlich Besuch von einem Monster. Schreck! Nur: Manno, das Monster, ist sehr traurig, da niemand Angst vor ihm hat. Gemeinsam hecken sie einen Plan aus, der Manno und Jussi helfen soll...
Ein lustiges Buch mit vielen Illustrationen. Die Nachtphasen werden mit schwarzen Seiten dagestellt, was die Abschnitte grusliger wirken lässt.
K Abenteuer. Ab 8, e. st
* Bell, Jennifer: Magicalia Bd. 1.
Ill. von David Wyatt.
A. d. Engl. von Freidrich Pflüger.
München: Hanser, 2026.
336 S., geb., Fr. 27.90.
(978-3-446-28343-5).
Im Zentrum der Geschichte steht Bitsy, ein Mädchen, dessen Leben plötzlich völlig aus den Fugen gerät: Ihr Vater wird von einer geheimnisvollen Frau entführt begleitet von einem bizarren Wesen, halb Hamster, halb Nashorn. Kurz darauf entdeckt Bitsy zusammen mit ihrem besten Freund Kosh eine verborgene Welt voller Magie. Dort existieren sogenannte Magicores magische Kreaturen mit den witzigen Namen wie Ozoz, Copykatze, Dornspross oder Lorpel, die aus menschlichen Emotionen entstehen. Um ihren Vater zu retten, müssen die beiden lernen, selbst Magicores heraufzubeschwören, Hinweise entschlüsseln und ein mächtiges, verlorenes Artefakt finden . Die Reise führt sie dabei durch verschiedene Länder und in ein spannendes Wettrennen gegen dunkle Gegner.

Das Buch lebt vor allem von seiner Ideenvielfalt, Spannung und kreativen Magiewelt.
J Fantasy, Abenteuer, Freundschaft. Ab 9, e. yf
* Bell, Jennifer: Magicalia - Das Geheimnis des Schattendiebs Bd. 2.
Ill. von David Wyatt.
A. d. Engl. von Friedrich Pflüger.
München: Hanser, 2026.
318 S., geb., Fr. 27.90.
(978-3-446-28591-0).
19.26
Bell, Jennifer: Magicalia - Das Geheimnis des Schattendiebs, Bd. 2. Ill. von David Wyatt. A. d. Engl. von Friedrich Pflüger. München: Hanser, 2026. 318 S., geb., Fr. 0.00. (978-3-446-28591-0).

Im zweiten Band setzen die Freunde Bitsy und Kosh ihre Ausbildung an der magischen Schule fort. Dort lernen sie, sogenannte Magicores magische Tierwesen mithilfe ihrer Gefühle zu

Es gibt die verschiedensten Kreaturen, zum Beispiel die Gesterrolle, die einer Schnecke ähnlichsieht, den Narphin, der Ähnlichkeiten mit einem Delfin hat, oder das Urglück, ein wahrer Künstler, der mit seinen Federn Bilder malt, die als Durchgänge genutzt werden können. Auch der Zentaur gehört dazu: Er ist kräftig gebaut, hat vier muskulöse Beine und Hörner, die sich von den Ohren weit nach hinten biegen, und er duftet nach Blumen. Dies sind nur einige wenige Beispiele aus der Vielzahl magischer Wesen.

Die Situation spitzt sich schnell zu: Ein geheimnisvoller Gegner, der Schattenschmied, greift die Schule an. Dieser mächtige Dieb kann Dunkelheit kontrollieren und als Waffe einsetzen. Als plötzlich Hinweise auftauchen, die auf Kosh hindeuten, gerät er selbst unter Verdacht. Gemeinsam mit Bitsy und ihrem neuen Freund Mateo versucht er herauszufinden, wer wirklich hinter dem Schattenschmied steckt.

Die drei geraten in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel gegen die Zeit. Dabei müssen sie nicht nur Rätsel lösen und ihre magischen Fähigkeiten verbessern, sondern auch gegenseitiges Vertrauen beweisen. Denn der Schattenschmied verfolgt einen gefährlichen Plan, der die gesamte Gemeinschaft der magischen Beschwörer bedroht.

Magicalia - Das Geheimnis des Schattendiebs ist ein spannendes Fantasy-Abenteuer über Freundschaft, Vertrauen und den Umgang mit magischen Kräften voller Action, Geheimnisse und einer Bedrohung, die immer näher rückt.
J Zusammenhalt, Abenteuer, Fantasy. Ab 9, s.e. yf
J Zusammenhalt, Abenteuer, Fantasy. Ab 9, s.e. yf
* Ravishankar, Anushka: Moin und das Monster.
A. d. Engl. von Barbara Brennwald.
Basel: Baobab Books, 2026.
110 S., geb., Fr. 23.90.
(978-3-907277-35-5).
Eines Nachts hört Moin unter seinem Bett ein seltsames Geräusch. Trotz Licht kann der Junge die Quelle des Gebrummels nicht erkennen. Doch dann stellt sich die Stimme vor. Sie erklärt, dass sie ein Monster ist und zum Leben erweckt und sichtbar wird, wenn Moin das Monster nach dessen Anweisungen zeichnet. Was er natürlich sofort macht. Ab diesem Moment erlebt Moin eine aufregende Zeit. Das Monster bringt den Jungen immer wieder in heikle Situationen - und das nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule. Eine abenteuerliche Erzählung aus Indien bietet viel Raum, um beim Lesen phantasievolle Bilder im Kopf entstehen zu lassen.
K Abenteuer, Fantasy. Ab 9, e. HA
* Becker, Anne: Linn und das Flüstern der Finsternis.
Ill. von Elsa Klever.
Stuttgart: Thienemann, 2026.
208 S., geb., Fr. 23.90.
(978-3-522-18637-7).
Die Geschichte dreht sich um Linn, ein eher stilles Mädchen, das plötzlich eine ungewöhnliche Fähigkeit entdeckt: Sie kann Pflanzen hören. Diese Gabe wirkt zunächst faszinierend, bekommt aber schnell eine bedrohliche Dimension, als ein uralter Ginkgo-Baum sie um Hilfe bittet. Linn soll drei Bohnen einpflanzen scheinbar harmlose Samen, die jedoch mit einer dunklen Macht verbunden sind. Was als kleines Geheimnis beginnt, entwickelt sich zu einem Abenteuer mit wachsender Gefahr, bei dem Linn Entscheidungen treffen muss, deren Folgen sie kaum abschätzen kann. Dabei wird deutlich: Die Natur ist in dieser Geschichte nicht nur Kulisse, sondern ein eigenständiger, lebendiger Akteur.

Eine der größten Stärken des Buches ist die poetische Atmosphäre. Anne Becker schreibt mit vielen naturbezogenen Bildern. Das verleiht der Geschichte etwas Märchenhaftes und leicht Unheimliches zugleich. Besonders gelungen ist die Darstellung der Pflanzenwelt: Sie wird nicht kitschig, sondern geheimnisvoll und teilweise sogar bedrohlich inszeniert.
J Natur, Fantasy, Freundschaft. Ab 10, e. yf
* Michel, Elke: Marie und die Woche ohne Donnerstag.
Ill. von Jutta Wetzel.
Weinheim: Beltz+Gelberg, 2026.
143 S., geb., Fr. 23.90.
(978-3-407-79027-9).
Marie darf sich auf dem Wochenmarkt ein T-Shirt kaufen. Die schönsten, glitzerndsten Shirts gibt's bei einem alten, seltsamen Zirkuswagen. An den Aussenwänden des Wagens hängen unzählige Uhren in unterschiedlichen Formen und Grössen. Alle zeigen eine andere Zeit an. Und der Besitzer des Wagens, Herr Aika, sieht genauso sonderbar aus wie sein Geschäft "Aikas Zeitzeug". Als Marie sich für das Shirt mit der Aufschrift Montag entscheidet, erklärt ihr Herr Aika, dass sie nur alle sieben Shirts, von Montag bis Sonntag, kaufen kann. Sonst würde der Zauber der Shirts verloren gehen. Was der alte Mann damit meint, wird Marie klar, als sie das Montag-Shirt anzieht. Sobald sie das Shirt angezogen hat, befindet sie sich im Montag. Und mit dem Dienstag-Shirt ist sie sogleich auf dem Ponyhof, wo sie jeden Dienstag reiten darf. Und das Donnerstag-Shirt zieht sie gar nicht an. So muss sie nämlich nicht zum Zahnarzt gehen. Wie cool ist das denn! So aufregend es am Anfang war, mit unterschiedlichen Shirts in verschiedenen Tagen anzukommen, so langweilig wird es, wenn die Tage immer gleich verlaufen. Marie verzweifelt beinahe, weil die Woche nie mehr endet. Da sie aber nicht nur ein kreatives Mädchen ist, sondern auch klug und mutig, macht sie sich auf die Suche nach einem hilfreichen Tipp, mit dem sie den Bann der endlosen Woche durchbrechen kann.
Die phantasievolle Geschichte wird durch Schwarz/Weiss Illustrationen von Jutta Wetzel unterbrochen.
K Abenteuer, Fantasy. Ab 10, e. HA
* Pennypacker, Sara: Das Glück liegt hinter der Hecke.
Ill. von Jens Rassmus.
A. d. Engl. von Uwe-Michael Gutzschhahn.
München: dtv Reihe Hanser, 2026.
307 S., geb., Fr. 25.90.
(978-3-423-64136-4).
Die Geschichte handelt von Leeva Spayce Thornblossom, einem Mädchen, das bei seinen äusserst ungewöhnlichen Eltern aufwächst. Ihre Eltern sind oberflächlich, selbstverliebt und geldgierig. Ihre Mutter ist die Bürgermeisterin von Nutsmore und ihr Vater der Schatzmeister. Sie interessieren sich nur dafür, reich und berühmt zu sein, und benutzen Leeva eher als Mittel zum Zweck, statt sich liebevoll um sie zu kümmern. Leeva bekommt kaum Aufmerksamkeit, keine echte Bildung und wächst sehr isoliert auf. Ihr Alltag ändert sich schlagartig, als sie eines Tages durch ein Loch in der Hecke ihres Gartens schlüpft. Zum ersten Mal verlässt sie die künstliche, egoistische Welt ihrer Eltern und entdeckt die echte Welt draußen. Sie trifft auf Menschen, die ganz anders sind als ihre Eltern. Sie begegnet Harry, einem gutherzigen Bibliothekar, der ihr Bücher zeigt und ihr Wissen vermittelt. Außerdem trifft sie auf weitere Menschen, die sie ernst nehmen und sich wirklich für sie interessieren. Durch diese Begegnungen beginnt Leeva, Fragen zu stellen, die sie vorher nie stellen durfte, was bedeutet es, ein guter Mensch zu sein? Warum helfen sich Menschen gegenseitig? Was ist wichtiger: Erfolg oder Mitgefühl? Ein wichtiger Teil der Geschichte ist Leevas Entdeckung der Bücher und Geschichten. Durch das Lesen beginnt sie, die Welt besser zu verstehen und entwickelt ein eigenes Denken. Sie erkennt, wie manipulativ und falsch das Verhalten ihrer Eltern ist. Leeva muss sich entscheiden, welchen Weg sie selbst gehen möchte, den ihrer Eltern oder einen neuen, eigenen. Am Ende findet sie ihren Platz bei den Menschen, die sie wirklich schätzen. Sie erkennt, dass wahres Glück nicht durch Reichtum entsteht, sondern durch Freundschaft, Ehrlichkeit und Zusammenhalt.

Ein sehr warmherzige, aber auch kurioses Buch mit viel Wärme, Freundschaft und Vertrauen, mit einzigartig liebenswerten Charakteren in einer ungewöhnlichen Kleinstadt.
J Mut, Freundschaft, Abenteuer. Ab 10, s.e. yf
* Probert, Tim: Lightfall-Das verlorene Licht.
Ill. von Tim Probert.
Stuttgart: Thienemann, 2026.
255 S., geb., Fr. 26.90.
(9783522509497).
Auf dem Planeten Irpa lebt Bea mit ihrem Grossvater, einem Zauber-Eber zusammen. Als Hüter der ewigen Flamme sorgen sie für das Gleichgewicht auf diesem Planeten, wo viel Dunkelheit und Boshaftikeit herrscht.
Als ihr Grossvater eines Tages spurlos verschwindet macht sie sich mit Cad, einem Galdurier, auf die Suche nach ihm und taucht tief in die Welt von Irpa ein.
Auf ihrem Weg begegnen ihne magische Wesen, Helfer und aber auch viele düstere und bösartige Kreaturen. Werden die beiden es schaffen, den Grossvater zu finden?
Tim Probert hat mit seinen Zeichnungen eine Welt erschaffen, die bunt, lustig aber auch traurig und dunkel erscheint. Da der erste Band ein offenes Ende hat, wird der zweite Band von den Lesern wohl sehnsüchtig erwartet werden.
J Comic. Ab 10, e. st
* Tielmann, Christian: Verrat im Strafraum - Ein Fall für die Fussbballdetektive.
Hamburg: Carlsen, 2026.
238 S., brosch., Fr. 14.90.
(978-3-551-32293-7).
Der Fussballkrimi handelt von den drei fußballbegeisterten Jugendlichen Leon, Elva und Peer-Ole. Obwohl Leon und Elva in ihrer Jugendmannschaft große Rivalen sind, müssen sie zusammenarbeiten, als während eines Spiels ein geheimnisvoller Zettel auftaucht. Kurz darauf verschwindet auch noch die Tochter eines Spielers. Die drei merken, dass hinter den Kulissen ihres Vereins Grün-Blau Auerberg etwas nicht stimmt. Während der Verein um den Aufstieg in die zweite Liga kämpft, stoßen sie auf verdächtige Indizien, Geheimnisse und mögliche Manipulationen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer ein falsches Spiel treibt und warum. Sie verfolgen in Frankfurt nach einem Match die Entführer der Tochter des Vereinsspielers Paule Münter, Besuchen den Helden von 1952 Karl Paulsen, genannt Carlos Schrotflinte in der Residenz am Auesee. Kann ihnen der uralte Mann weiterhelfen, können die drei Freunde den Fall lösen und wird Auerberg in die 2. Liga aufsteigen? Das Buch verbindet Fußball, Spannung und Detektivarbeit, auch dass Zusammenhalt auf dem Rasen und privat die Jugendlichen weiterbringen.
J Fussball, Freundschaft, Krimi. Ab 10, s.e. yf
* Bauer, Jonny: Ameisensommer.
Stuttgart: Thienemann, 2026.
168 S., brosch., Fr. 19.90.
(978-3-522-20404-0).
Tomma erlebt einen ganz besonderen Sommer einen Sommer, den sie nie wieder vergessen wird. Sie verbringt viel Zeit mit anderen Kindern in ihrem Alter und auch mit ein paar Jüngeren. Alle können, wie sie nicht in die Sommerferien fahren, deshalb treffen sie sich im JUZ, dem Jugendzentrum, wo vier Betreuer ein spannendes Programm vorbereitet haben. Die Kinder spielen draußen, entdecken die Natur und beobachten zum Beispiel ganz genau einen Ameisenhaufen. Die Ameisen finden sie besonders spannend, weil sie so gut zusammenarbeiten und jede genau weiß, was sie tun muss. Für Tomma und Eddie wird dieser Ameisenhaufen etwas ganz Besonderes fast wie ein kleines Geheimnis, das nur ihnen gehört. Am Anfang ist alles leicht und fröhlich. Es sind heiße Sommertage, sie lachen viel und fühlen sich frei. Doch nach und nach merken die beiden, dass sich etwas verändert. Sie werden älter und beginnen, das Leben anders zu sehen. Es kommt zu ersten Streitigkeiten, Missverständnissen und auch zu neuen Gefühlen, die sie vorher noch nicht kannten.Auch außerhalb ihrer Freundschaft passieren Dinge, die nicht immer einfach sind. Probleme in der Familie oder schwierige Situationen sorgen dafür, dass der Sommer nicht nur schön bleibt.
Am Ende kennt Tomma, dass dieser Sommer sie verändert hat: Sie ist ein Stück erwachsener geworden, hat viel gelernt und weiß jetzt, dass Freundschaft, Mut und Zusammenhalt sehr wichtig sind auch wenn es manchmal schwierig wird.
Das Buch erzählt in einfacher Sprache von einem Sommer voller Abenteuer, Freundschaft und Gefühle und davon, wie man langsam erwachsen wird und lernt, mit schwierigen Situationen umzugehen.
J Abenteuer, Gefühle, Freundschaft. Ab 12, e. yf
* Reynolds, Jason: Asphalthelden.
A. d. Engl. von Anja Hansen-Schmidt.
München: dtv Reihe Hanser, 2026.
186 S., brosch., Fr. 17.90.
(978-3-423-62830-3).
Zehn verschiedene Geschichten über unterschiedliche, junge Menschen, deren zum Teil abenteuerliche und herausfordernde Nachhausewege sie in ungleiche Familien führen. Jede Geschichte beginnt dann, wenn das Ertönen der Schulglocke das Ende der letzten Unterrichtsstunde ankündigt. Und alle fühlen sich echt und einfühlsam an. Obwohl jede Episode in sich abgeschlossen ist, sind die Geschichten miteinander verknüpft. Eine ganz besonders ausdrucksvolle Art, den Schulalltag, verschiedene Charakteren von Jugendlichen und soziale Strukturen zu beschreiben.
K Freundschaft, Schule. Ab 12, s.e. HA
* Gehm, Franziska: Irgendwo zwischen den Welten.
Weinheim: Beltz, 2026.
102 S., geb., Fr. 17.90.
(9783407824783).
Matus sitzt im Zug, wie er es mehrmals die Woche macht. Nur dieses Mal ist alles anders: Die Fahrt durch den Tunnel dauert länger als normal und die Endstation ist ihm völlig unbekannt. Zudem sind alle Mitfahrenden auf einen Schlag verschwunden. Alle? Nur ein junges Mädchen scheint sich ebenfalls hierhin verirrt zu haben. Was hat das Ganze auf sich? Mattus und das Mädchen machen sich auf eine reise ins unugewisse auf.
Ein Buch aus der Reihe "Super lesbar". DAs Buch ist wegen der grossen Schrift schnell gelesen und spannend geschrieben. Allerdings lässt das Ende einige Fragen unbeantwortet.
J Jugendproblem. Ab 13, b.e. st
* Krüger, Tonia: Somewhere in Summer.
München: dtv, 2026.
412 S., brosch., Fr. 23.50.
(978-3-423-74137-8).
Auf dem Weg zu den Eltern verunfallen die Geschwister Riley und Scott. Riley überlebt, verliert aber ihren grossen Bruder. Nun soll sie in dessen Fussstapfen treten und ins Familienunternehmen einsteigen. Am Geburtstag ihres Bruders, der ein Gedenktag werden soll, trifft sie auf dessen drei gute Freunde. Mit dem besten Freund ihres Bruders, Caden, hatte sie vor Jahren mal eine kurze Liebesbeziehung, die abrupt endete. Für Riley völlig unklar. Caden würde ihre Bedenken gut verstehen, aber noch immer ist er sehr distanziert. Geneinsam mit Caden hatte ihr Bruder in der Kindheit einen Roadtrip geplant. Den wollten die beiden vor Scotts Einstieg in die elterliche Firma noch machen. Nun brechen die drei Freunde gemeinsam mit Riley auf - und Scott ist irgendwie auch mit dabei, gemeinsam mit vielen Fragen und auch Antworten.
Die Geschichte ist kurzweilig, wenn auch sehr absehbar erzählt. Die verschiedenen Charaktere sind gut gezeichnet. Im Wechsel wird aus Sicht von Riley und Caden berichtet, so dass die Leserschaft vieles früher klarer wird.
J Gefühl, Trauer, Freundschaft. Ab 13, e. ls
* Rabinowich, Julya: Mo & Moritz.
München: Hanser, 2026.
Unpag., brosch., € 27.90.
(978-3-446-28589-7).
Mo ist mit seinen Eltern und Geschwister in Österreich als Flüchtling aufgenommen worden. Diese Erfahrung prägt ihn und seine ganze Familie, allerdings sehr unterschiedlich. Als Moslem hat er immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen. Als er eine Friseurlehre in einem anerkannten Salon beginnen kann, lernt er neue Menschen kennen, die ihn ermutigen und sein Selbstbewusstsein stärken. Er lernt Moritz kennen, der aus einem jüdischen Elternhaus kommt. Sie verlieben sich. Doch die unterschiedlichen Religionen und die eigenen Familiengeschichten, wie auch die Entwicklung von Mos Bruder, sind grosse Hürden in der Entwicklung ihrer Freundschaft.
In der kurzen Geschichte werden in klarer Sprache Themen wie Flucht, Krieg, Unterdrückung, aber auch Rassismus, Antisemitismus und persönliche traumatische Erlebnisse aufgegriffen, stets im Kontext mit den Hauptpersonen. Eine gefühlvolle, berührende Geschichte.
J Sexualität, Religion. Ab 13, s.e. ls
* Gammel, Magdalena: Tale of Sun and Night.
Stuttgart: Thienemann, 2026.
588 S., geb., Fr. 33.90.
(9783522900201).
Band 1 der neuen, magischen Reihe. Lio ist eine Sklavin und erleidet nachts häufig Alpträume. Sie ist an ihren Besitzer gebunden und erlebt durch ihn viel Gewalt und missbrauch. Als sie an den Traumweber Izan verkauft wird, beginnt eine abenteuerliche Reise durch das Reich Aurikalos. Während der Reise werden sie und ihre Reisegruppe nicht nur von ihrer Sklaventruppe verfolgt, die diese Lilo zurückhaben wollen. Auch Sandmänner, Schlafwandler und anderen Kreaturen wollen sie ins Verderben lenken.
Die Geschichte ist voller magischer Wesen. Leider sind die vielen Begegnungen und Figuren recht verwirrlich, es ist schwierig, den Überblick über die Charkatere zu behalten. Nur für gute Leser mit schneller Auffassungsgabe empfohlen.
J Fantasy. Ab 14, b.e. st